Mopeten in Island | Teil 5 – enda ferð

Laut Wettervorhersage sollte es nicht regnen und nur ein mäßiges Lüftchen blasen. Aber natürlich war das genaue Gegenteil der Fall. Wir machten uns selbstverständlich trotzdem auf den Weg nach Landmannalaugar. Diesmal bekamen wir den Wind die meiste Zeit von der Seite ab, was uns auch auf kerzengeraden Abschnitten eine sensationelle Schräglage ermöglichte. Ich beobachtete gespannt im Rückspiegel, ob Micha noch einen Knieschleifer packt, während ich selbst verbissen darum kämpfen musste auf der Straße zu bleiben. Ohne mein schweres Übergepäck hätte es mich bestimmt weggeweht.

Das erste mal auf der Tour hatten wurden wir kurz etwas nervös wegen unserer Spritversorgung. Beide Kisten liefen schon längst mit dem „Bensin“ aus der Reserve, als wir feststellen mussten, dass unsere angepeilte Tankstelle nur noch auf dem Papier existierte. Ein LKW-Fahrer schickte uns ca. 15km in die entgegen gesetzte Richtung zum Tanken. Später fanden wir heraus, dass wir nur 5km hätten weiter fahren müssen. C’ est la vie. Weiterlesen

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Mopeten in Island | Teil4: Moonshine & Aurora

Tag 14 – es war kalt, es stürmte und trotzdem zog es uns wieder in das schroffe Hochland. Das heißt Micha und mich zog es dort hin. Markus und Marina hatten diesmal andere Pläne.

Aber schon nach knapp 100 Metern kam uns der erhärtete Verdacht, dass dies heute ein ziemlich kühler Ritt werden könnte. Also hielten wir noch mal an der nächsten N1 Tankstelle und pfiffen uns ein paar Hot Dogs zur inneren Wärmedämmung rein. Und da die Berge ringsum noch mit ordentlich Schnee bedeckt waren, hielten wir es außerdem für angemessen bei der Gelegenheit mit einem Ranger über unsere geplante Route zu schnacken.

Der meinte wir könnten bedenkenlos die F26 nach Süden fahren – sofern wir denn mit Schneemobilen unterwegs wären. Mit Motorrädern hätten wir allerdings wenig Chancen. Wir könnten es aber gerne dennoch probieren, meinte er, denn dafür sei die Rettung ja schließlich da.
Doch wir vergönnten ihm den Spaß einer Rettungsaktion mit seinem 6×6 Monstergeländequad und wählten stattdessen eine alternative Route weiter westlich.
Das hieß für uns eine deutliche Aufstockung der geplanten Tageskilometer, aber da es erst mal ein ordentliches Stück auf der gut ausgebauten Ringstraße längs ging, wollten wir es versuchen.

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Mopeten in Island | Teil3: off the road

Ei gude Regen, moin Wind. Auch mal wieder da? Wir hatten euch schon vermisst. Nicht.
Aber hey, dann lassen die Zelte einfach stehen und versuchen uns heute mal im Walfang. Dabei würden wir wohl nicht weniger nass werden, müssen aber wenigstens nicht unser Camp abbauen.
So fuhren wir also nach dem Frühstück zum Hafen, heuerten auf einem kleinen Holzkutter namens Bjössi Sör an und schipperten hinaus in die unbekannte, wilde See. Es herrschte immer noch recht unwirtliches Wetter, aber das machte mir mittlerweile nichts mehr aus.

„Du da. Aufentern!“
„Ay ay, Sir.“
Und so stand ich zum ersten Mal oben im Ausguck. Alles Bewusstsein in mir ausgelöscht. Eins mit dem schlingernden Schiff…
„Wal, da bläst er! Da bläst er!“
„Wo? Wie viele?“
„Steuerbord voraus, Mr. Stubb!“Die Mannschaft rannte aufgeregt nach Steuerbord, und machte sich bereit zum Schuss.

„Da! Da bläst er!“
Die Spiegel klappten nach oben, die Kiefer nach unten, die Blenden öffneten sich und die Lichtreflexionen eines Buckelwals wurden einmal mehr hundertfach auf Chips gebannt.
Mission Accomplished. Weiterlesen

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Mopeten in Island | Teil2 – Ein Traum

Selten habe ich mich über den Anblick einer langen Schlange wartender Autos so sehr gefreut. Sie war in diesem Fall nämlich das sichere Zeichen für uns, dass wir es noch rechtzeitig geschafft hatten und die Fähre nicht im letzten Moment vor unseren Augen ablegen würde.

Wir mogelten uns also an den wartenden Landis, Jeeps und Expeditionstrucks vorbei, bis wir ganz vorne auf eine Gruppe Motorräder stießen. Von einem “bunten Haufen” konnte hier aber nicht die Rede sein. Es standen fast nur neue 1200er BMWs beisammen, deren Besitzer uns ob unserer alten Kisten eher mitleidige Blicke zuwarfen.
Während der GS-Klub tuschelte wie weit wir es mit Zelt und unseren zwei Alteisentöffs wohl schaffen würden, kam der ein oder andere XT-Bewunderer vom Landrover-Club zum Fachsimpeln rüber geschlendert und schon bald tuschelten wir unsererseits darüber, wie weit es die Dickschiff-Kapitäne mit Ihrem Übergepäck für’s Hotel wohl schaffen würden.
Dieser kleine Wettstreit wurde später auf einer recht schwierigen Strecke in der Nähe des Askja eindeutig zu unseren Gunsten entschieden, als wir den beiden “Stänkerern” aus der BMW-Fraktion begegneten. Im Jeep sitzend, mit einem einheimischen Chauffeur hinterm Steuer. Weiterlesen

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Mopeten in Island | Teil1 – Anfahrtskrimi

Irgendwann im letzten Jahr verabredete ich mich aus dem Gespräch heraus über Twitter mit einem Typen Namens @Kutze21 unbekannter weise zu einer „großen Tour“.
Island versprach Abenteuer, Offroad, und geniale Langschaften. So sollte es sein…

Für die Tour schusterte sich Micha aus diversen Internetauktionen eine DR350 zusammen und ich tauschte meine alte Ténéré gegen eine noch ältere, aber leichtere, wartungsfreundlichere, schönere XT500 (Bj.77).

Für Island rechneten wir damit, aufgrund schlechten Wetters oder Pannen improvisieren zu müssen. Wer konnte Ahnen, dass schon die Anfahrt zur Fähre in ein handfestes Abenteuer ausartet…
Abfahrt war am 25.08.2011 in Friedberg, nachdem ich am Abend zuvor bis spät in die Nacht den nach nur 50km Testfahrt gebrochenen Gepäckträger wieder zusammengeflickt hatte und versucht hatte das Gepäck so gut wie möglich auf ein für die kleine XT erträgliches Gewicht zu reduzieren.

Die 50km zum Treffpunkt mit Micha stimmten mich trotz großer Vorfreude auf die kommenden Wochen nicht gerade glücklich. Die XT fuhr sich wie ein Sack Nüsse. Schräglagen waren so gut wie nicht möglich und schon bei 70km/h schaukelte sich das Moped unangenehm auf. Also entschloss ich mich die letzte Gelegenheit zu nutzen um das Gepäck nochmals zu reduzieren. Was dabei raus gekommen ist, hat Alexander, unser Abschiedsinspektor, filmisch festgehalten:
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Mit drei Stunden Verspätung ging es dann endlich los. Micha kämpfte bei leichtem Nieselregen mit seinen arg grobstolligen Reifen, die auf Asphalt nicht wirklich viel Grip versprachen und ich hatte nach wie vor meinen Spaß mit meinem störrischen Esel, der sich sonderbarer weise auch mit 500g weniger Gepäcklast nicht merklich besser fuhr.
Aber die Vorfreude auf Island überlagerte die Bedenken und Enttäuschung des Fahrverhaltens unserer Motorräder und so zogen wir über Land Richtung Norden. Der Plan war, nach einem kurzen Besuch des Bloggerkollegen Griesgram999, gegen Abend in der Nähe von Kiel bei einem Freund von meinem Reisekollegen ein Nachtlager aufzuschlagen und am nächsten Morgen die restlichen 500 der insgesamt 1100km zur Fähre nach Dänemark zu bewältigen.

Irgendwo bei Lich verfuhren wir uns und landeten überraschend auf einem Waldweg. Mein GPS zeigte an, dass die Richtung stimmte und wir nach ein paar hundert Metern wieder auf die Straße stoßen müssten. Also beschlossen wir unseren Stollenreifen eine kleine Pause vom Asphalt zu gönnen und illegaler weise ein wenig über matschigen Waldboden rollen zu lassen.
Als Bonus bekamen wir ein paar umgestürzte Bäume vor die Nase. Hurra! Die erste Offroad-Einlage sollte uns also vier Tage früher als erwartet begrüßen. Nun denn, ab durch die Mitte, über Stock und Stein und durchs Gebüsch. Das machte nicht nur tierisch Laune, es ging mit dem ganzen Gepäck auch viel besser als befürchtet.
Glücklicherweise war nach überstandener Trialeinlage die Schranke zur Straße, die wir nicht hätten umfahren können, nicht abgeschlossen und so konnte nach der kleinen Abwechslung die Tour wieder ihren geplanten weg gehen.

Ermutigt von dieser erfolgreichen Abkürzung ignorierten wir in Folge auch die ein oder andere Baustellen-bedingte Umleitung. Sehr zum Missfallen der Bauarbeiter, aber mit überraschender Unterstützung einiger Anwohner. – Ist nun auch wirklich nichts dabei ein paar Meter Schotter zu fahren wo maximal zwei demotivierte Warnwestenträger planlos mit einem Metermaß hantieren, oder?

Nach dem kurzen Besuch unseres griesgrämigen Freundes in der Provinz war es dann an der Zeit etwas Strecke zu machen und wir quälten uns auf die Autobahn. Mit zwei alten Kisten, die es nur auf 80 Sachen bringen, nicht wirklich ein Spaß, aber man kommt voran. – Es sei denn, ein Schlauch fühlt sich unter nicht mehr wohl, unter seiner Reifenhaut, und lässt völlig überraschend seinen luftigen Inhalt weichen. Die Sau!

Auf Plattfüße waren wir gut vorbereitet, wenn auch etwas überrascht,
dass uns diese Aufgabe schon auf der Good Old German Autobahn erwartet.

Kurz nach dem Schlauchwechsel zerbröselte mir eine Halterung meines mächtigen 30l-Tanks und Micha hatte zu allem Überfluss erst viel zu wenig, und dann viel zu viel Öl in seiner DR. So rannte uns die Zeit langsam davon.

Von nun an blieben wir aber, abgesehen von einer handvoll kaputter Rücklichtbirnen bei meiner XT, von weiteren Pannen verschont.
Dafür machte uns das Wetter zu schaffen. Sommer, Sonne, Sonnenschein verwandelten sich nämlich in Sturm, Gewitter, Unwetter. Und zwar so heftig, dass wir vom Wind quer über die Straße geweht wurden, während rechts und links die Blitze einschlugen und wir vor lauter Regen nichts mehr sahen.

So kam es, dass ich mich zum ersten Mal Schutz suchend unter einer Brücke verkroch und hoffte, dass es schnell vorbei geht. Aber der Sturm pfiff uns noch eine ganze Weile um die Ohren. Um die restliche Tour nicht ohne Kopfschutz zurücklegen zu müssen, war spontan sogar noch einer kurzer Sprint von Nöten. Der Shoei Qwest war nämlich mal eben dezent vom Moped geblasen worden und flog munter durch die Luft.

Für Island hatten wir all diese kleinen Wetter- und Material-Problemchen einkalkuliert und waren darauf vorbereitet, aber jetzt wollten wir doch nur mal schnell lächerliche 1000km zurücklegen um eine Fähre zu erreichen, die nur einmal die Woche ablegt.

Unter diesen Umständen wurde die Zeit langsam bedenklich knapp. Als wir uns endlich wieder auf die Straße trauten, kamen wir nicht sehr weit und das Spielchen ging wieder von vorne los. Wieder unfahrbares Unwetter, wieder warten. Wir versuchten uns so gut es ging durch das Unwetter zu kämpfen, aber mittlerweile war es längst dunkel und nach fast 24 Stunden on the Road siegte die Müdigkeit. Ich erwischte mich einige male dabei wie mir die Augen zu fielen und Micha ging es nicht anders. So entschlossen wir uns notgedrungen die nächste Gewitterphase für ein kleines Nickerchen in einer Bushaltestelle zu nutzen. Ist ja nicht so, dass wir uns kein Hotel hätten leisten können, aber rein rechnerisch blieben uns höchstens ein, zwei Stunden Ruhezeit um überhaupt noch eine Chance zu haben die Fähre rechtzeitig erreichen. – Vorausgesetzt das Wetter würde besser.

Unglaublich was so ein kleines Nickerchen, selbst in Regenklamotten auf kaltem, nassem Asphalt, bewirken kann.
Mit neuem Elan und einem extra großen Kaffee an der nächsten Tanke, ging es in den finalen Kampf gegen die Zeit.
Unser “Plan B” sah vor, die Fähre eine Woche später zu buchen und so lange durch Dänemark zu cruisen. Aber daran wollte keiner von uns denken. Wir wollten nach Island. Und zwar jetzt! Nicht erst in einer Woche.

Als der Verbrauch von Red Bull pro 100km den des Benzins deutlich überstieg, wurde es endlich hell und wir passierten die Grenze zu Dänemark. Das gab uns nochmal neuen Schwung.
Wir blieben wohl auch weiterhin nicht trocken, aber von nun an lief es so, wie es von Anfang an hätte laufen sollen. Wir brauchten zum Schluss wohl mindestens alle 50km eine kleine Pause um die Glieder kurz zu strecken und die verbrauchte Energiegetränke abzulassen (Red Bull raus – Red Bull rein, ein Teufelskreis), aber wir schafften es schlussendlich tatsächlich mit der berühmten akademischen Viertelstunde Verspätung zur Fähre. Halleluja! Das war knapp.

Demnächst in Teil 2:
Sturm und Stammtisch auf hoher See & Vier gewinnt: Sommer in Island

Das Fotoalbum zur Tour ist übrigens schon komplett auf Flickr zu betrachten: http://www.flickr.com/photos/ernie-troelf/sets/72157627902883019/

Grüße
@ErnieTroelf

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Seidenstrassentour: Türkmenistan-Iran

An der usbekisch-turkmenischen Grenze ging dann es dann zumindest auf usbekischer Seite doch recht zügig voran. Das Problem mit den zwei Reisepassnummern in unserer Zollerklärung störte hier niemanden. Nach der üblichen Rennerei von A nach B und wieder zurück nach A, da man uns mal wieder vergessen hatte Dokument X zu beantragen, ging es dann nach weiter. Georg wurde kurzerhand noch persönlich verzollt (Stempel auf Unterarme). Richtung Türkmenistan fuhren wir noch 500m durch Niemandsland und dann trafen wir schon auf eine ganze Gruppe an Zigarettenhändlern (in Türkmenistan kosten diese 10x mehr als in Usbekistan). Wir wurden vorbei gelotst und dann ging die Papierschlacht los. Es mußte eine Banksteuer, Benzinsteuer, Strassensteuer und Kfz-Steuer entrichtet werden und das Doppelte an Dokumenten und Dreifache an Stempeln bezahlt/ eingeholt werden. Auch wurde unsere Route durch dieses Land genau auf einem Dokument eingezeichnet. Wir haben ja eh nur 5 Tage Transit! Trotzdem ging es erstaunlich schnell und die Beamten waren äußerst hilfsbereit. Das hatten wir so nicht erwartet.billiges BenzinWir fuhren dann noch über den Amu Darja bis in die Abendstunden nach Turkmenabad. Um diesen großen Strom herum ist es auch noch halbwegs grün. Doch als wir das Lichtermeer von Turkmenabad verließen und tankten (für 4 Euro bekamen wir 28.5 L Benzin) begann die Wüste. Wir zelteten am Strasserand inmitten des Sandmeeres.Durch diese Landschaft fuhern wir mehrere Tage und trafen außer Ina & Chris mit ihrer Triumph Tiger auf dem Weg nach Neuseeland nur Dromedare und Wüstenechsen. Hier und da eine kleine Ortschaft sowie ein paar Baumwollfelder,  mehr war aber nicht zusehen. Die Strassenbeschilderung war wieder katastrophal, es gab sogut wie gar keine Schilder. Lediglich im letzten Moment war dann irgendwo Eines zu entdecken.

Wir fuhren dann in die nächst größere Stadt nach Mary, aßen dort ein wenig und weiter gings nach Merv. Eines der, wenn nicht das highlight in Türkmenistan. Früher wurde diese Stadt mit Bagdad oder Istanbul verglichen, jedoch nachdem Dschingis Khan ganz Zentralasien zurück in die Steinzeit geworfen hatte (Ausnahmen sahen wir in Usbekistan – Buchara, Samarkand) ist da nicht mehr viel zu sehen. Wir fuhren mit den MZ an den Ruinen vorbei und bekamen so einen ganz guten Eindruck von der Größe des Areals.

Nun weiter nach Aschgabat, der Metropole in Türkmenistan. wir fuhren lange entlang des Elbrusgebirges. Das war schon ein bewegender Moment, als wir nach über einem Monat wieder Berge emporsteigen sahen direkt aus dem Wüstendunst. Diese Bergkette bildet die natürliche Barriere zum Iran. Aschgabat ist ein wahre Mamorstadt und passt so gar nicht zum Rest des Landes. Hier ist alles sehr ordentlich und sauber, dazu sprudelt Wasser aus etlichen Springbrunnen. Wir versorgten uns mit Dollar, denn im Iran kommt aufgrund es Embargos nicht an Geld (kein Maestro, Master, Visa o. ä.). Danke für den Hinweis an Ina & Chris. Da die Grenze zum Iran auch schon geschlossen war, zelteten wir noch eine Nacht in der Peripherie von Aschgabat und genossen das Lichterschauspiel in der Nacht.

Am darauffolgenden Tag fuhren wir aus Aschgabat heraus und zur Grenze. Die Grenze liegt ziemlich hoch mitten im Gebirge und es ist eine wunderbare Motorradstrecke durch das Niemandsland im Elbrusgebirge. Die Formalitäten gingen den Umständen entsprechend schnell von Statten, es war gerade Mittagspause – super! Im Iran waren sie nicht weniger zügig, lediglich unsere MZ’s sollten nicht so schnell ins Land, diese wurden einfach vergessen. Nachdem wir dann die nötigen Stellen von unserer Absicht mit dem Motorrad einzureisen informiert hatten, wurden die Carnet de Passage gezückt, was die Zöllner sehr freute. Sie sehen dieses Dokument von Touristen eigentlich nie. Ab ging es auf wunderbaren Strassen mit 1A Beschilderung (sogar zweisprachig – Fars(i)/ Englisch) zügig voran. 1. Ziel war Maschad, die 2 größte Stadt des Iran und das religiöse Zentrum. Die Menschen im Iran sind wunderbar, sehr interessiert und äußerst hilfsbereit. Auch merkt man sofort, daß hier Russland endgültig zuende ist. Keine kommunistischen Überbleibsel auch Russisch ist hier nur Wenigen bekannt, dazu kommt die steigende Bereitschaft Englisch zu sprechen. Das Essen ist vorzüglich, beste Früchte, 1A FastFood. Klasse!


In Maschad war gerade der Todestag des Imam Reza von daher trafen wir auf eine ganze Reihe von Pilgern in der Stadt. Wir schlenderten durch diese angenehme Großstadt mit ihren unzähligen Geschäften und Basaren. Auch trafen wir wieder richtig viele Motorradfahrer (125ccm bis 250ccm).
Ein kleine Panne gesellte sich einmal wieder dazu. Die Motorräder standen während unseres Aufenthaltes in Maschad in einem Nachbarhof des Gästehauses (Vali Non-smoking Homestay “Trotzdem wurde geraucht :-) ) als uns die Nachricht ereilte, daß eine der ES Bezin verlöre. Als wir uns dies anguckten waren gut und gerne 6 Liter ausgelaufen. Schuld war eine ausgehärtete Benzinhahndichtung. Wir begaben uns also zu Fuß auf Suche nach Ersatz und erstanden 2 h später einen komplett neuen Benzinhahn (nicht original, aber passend) für umgerechnet 5 Euro. Fairer Preis. im Iran bekommt man wieder alles! Ausgezeichnet. Wir blieben noch bis in die Abendstunden und dann fuhren wir hinaus zu unsrem neuen Ziel: der Wüstenstadt Yazd (Jassd).
Nun hieß es mehrer Tage durch die Wüste zufahren. Diese Wüste nennt sich Dasht-e-Lut und gehört zu einer der lebensfeindlichsten Steinwüsten der Erde. Mal gucken, wie unsere alten MZ ES mit der Hitze klar kommen. Die Strassen waren nach wie vor hervorragend genauso wie die Beschilderung. Die Temperaturen sind trotz ihrer Höhe erträglich, da es extrem trocken ist. Man merkt dies an den aufspringenden Lippen währen der Fahrt. Gut das wir unsere Helme hatten, diese haben einen hervorragenden Schutz geboten und auch bei Temperaturen von über 40 Grad haben wir zumindest während der Fahrt nicht geschwitzt. Anstrengender war es mit Helm die Motorräder anzuschieben. Da sollte das Visier offen bleiben, sonst kommt es einem so vor als müsse man ersticken. Fährt man dann aber so merkt man die “kühlende” Luft durch die oberen Kanäle auf den Kopf strömen. Sehr angenehm. Die iranischen Wüsten sind wunderschön! Man kann etliche Kilometer weit gucken und sieht beeindrucke Gebirgsmassive als auch sehr weite Ebenen und Täler vor sich liegen. Eine wunderbare Motorradstrecke. Tankstellen kommen so alle 50 Kilometer, meisten kann man in den kleinen Orten auch gut essen und Wasser holen. Probleme mit der Technik bekamen wir nur durch geplatzte Schläuche bei Georg. Leider wurde da auch gleich der Mantel mit verletzt, so dass er wieder Strassenreifen aufziehen musste.
ReifenpanneWir zelteten meisten ein paar hundert Meter abseits der Strasse. Die Sonne geht schon recht früh unter (gegen 18 Uhr wird es dunkel), so dass wir bis dahin uns mit Proviant versorgten und das Zelt aufbauten. Am nächsten Morgen nutzten wir die kühlen Stunden indem wir früh (so gegen 6) aufstanden und nach einem Frühstück die Motorräder sattelten.
Iranische Wüste

Iranische Wüste

Wüstenimpressionen

Wüstenimpressionen

Was noch weiter so alles passierte und wohin wir fuhren seht ihr im nächsten Blog oder auf unserer Webseite.
Es grüßen die Vollschwingen-Nomaden Emanuel & Georg
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QWEST in Sumatra

Dienstreise

Letzten Monat habe ich eine Dienstreise gemacht – nach Sumatra. Auf dieser indonesischen Insel war ich hauptsächlich mit Bussen und Autos unterwegs und habe verschiedene Kirchengemeinden besucht. Doch es stand auch eine Bergregion auf dem Reiseplan, den man nur mit dem Motorrad erreichen kann. Dorthin gibt es keine Strasse, nur schlecht befestigte Pisten. Weiterlesen

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Seidenstrassentour: Turkmenistan

Wir verließen nach 5 Tagen das herrliche Buchara in Richtung Usbekisch-Turkmenischer Grenze.

Mit SHOEI in Buchara

Mit SHOEI in Buchara

An der Grenze stellten wir uns schon auf Schlimmstes ein, denn aus diversen Foren hatten wir von mörderischen Einreise-prozeduren gehört, die 10 Stunden dauern und horrende Dollarsummen von Einem gefordert werden. Weiterhin hatten wir ja noch das Schlamassel mit den zwei Reisepässen und den vertauschten Nummern, so dass wir auch auf usbekischer Seite etwas Zeitverlust fürchteten.

an der usbekisch-turkmenischen Grenz

an der usbekisch-turkmenischen Grenz

An der usbekischen Grenze selbst, ging es dann eigentlich ganz zügig und keiner bemerkte, dass unsre Reisepassnummer nicht mit den auf den Dokumenten überein stimmte. Aus Spaß hat man mich dann gleich mit verzollt, indem ich einen usbekischen Stempel auf den Arm bekommen habe. Dann weiter zu turkmenischen Grenze. Dort waren die Grenzer auch sehr ernst (zumindest am Anfang). An denn Myriaden von keifenden Us-, Türk- oder weiß der Geier was -menen drängelten wir uns elegant vorbei und bekamen eine Art VIP Behandlung. Entgegen der Aussagen des Reiseführers und -foren mussten wir keine 150$ pro Nase abtreten, sondern lediglich 70$. Wir sammelten Stempel und tonnenweise Formulare für uns und die Maschinen und nach 1,5h waren wir drin.

Willkommen in Turkmenistan

Willkommen in Turkmenistan

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Seidenstraßentour: …durch das weite Usbekistan

Hallo zusammen, nach einer ziemlichen Weile – auch bedingt durch wahnsinnig schlechte Internetverbindungen, die ein Hochladen der Fotos und Texte zur Odyssee werden liessen – hier wieder eine Reihe an Updates auf unserer Tour: mit den MZ-ES die Seidenstrasse entlang.

Nach der Grenze in Usbekistan

Nach der Grenze in Usbekistan

Nachdem wir das quirlige und angenehme Osch verlassen haben, was darin bestand unsere Motorräder zum Ortsausgang zu fahren, weil dort die Grenze zu Usbekistan ist, bekamen wir einen Stempel in den Pass und eben so schnell wie wir eingereist waren, waren wir auch wieder draußen.

Auf dem Weg nach Taschkent

Auf dem Weg nach Taschkent

Auf Usbekischer Seite sah es da schon anders aus, denn man entdecke dass wir zwei Reisepässe hatten und das darf nun schon mal gar nicht sein! Man fühlte sich beleidigt, dass das Usbekistan-Visa im kleinen grünen Reisepass ist und nicht im roten Hardcover-Original. Erklärungsversuche, dass beide gleichwertig sind und auch Russland im grünen Reisepass ist, brachte keine Besserung. Erst als ich auf die Frage, welchen Reisepass wir denn in der EU benutzen würden, meinen Personalausweis zog, welcher nun wirklich armselig neben den Reisepässen wirkt, gab man sich zufrieden.

Durchs Fergana Tal

Durchs Fergana Tal

So fuhren wir dann durchs grüne Fergana-Tal Richtung Taschkent. Gegen Abend fanden wir einen Zeltplatz am Rande eines Baumwollfeldes, was im übrigen nahezu jedes Feld in Usbekistan ist. Als wir das Zelt aufbauten, kam auch der ansässige Bauer (Manu’s Alter) im Daewoo Damas vollgestopft mit Tarbrus (Melonen). Der konnte natürlich nicht verstehen, wie man im Zelt schlafen kann und versuchte uns zu überzeugen, bei ihm zu schlafen. Aber wir lehnten ab und so fingen wir an seine Melonen zu essen, die er uns vorsetzte. Wir steuerten Non (Brot) bei und im Minutentakt trafen seine Freunde und Familie ein. So hatten wir ein schönes Abendessen und lernten die freundlichen Usbeken kennen. Als wir ins Zelt gehen wollten, machten wir erneut mit der einheimischen Insektenwelt Bekanntschaft. Eine ca. 20 cm große Spinne, welche jedoch im Vergleich zur Kirgisischen Terminator-Spinne geradezu niedlich aussah. Sie nistete sich bei uns zwischen Innen- und Außenzelt ein und wir durchsuchten sicherheitshalber noch mal unsere Schlafsäcke bevor wir den Tag beendeten. Weiterlesen

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Abschlussfahrt Blue Knights Cologne V

Wir schon wieder. Und für dieses Jahr auch leider offiziell zum letzten Mal. Wir die Blue Knights Cologne V haben heute unsere Abschlussfahrt durch das Bergische gemacht. Wir werden zwar noch vereinzelt zu Treffen oder anderen Veranstaltungen fahren. Aber offiziell motten wir uns bis zum nächsten Jahr ein.

Die Saisonkennzeichen laufen bei den Meisten schon ab und die haben nur noch den Rest diesen Monats und dann ist die Saison eh vorbei. Ich habe es da besser, vielleicht haben wir ja Weihnachten mal wieder 20 Grad, dann bekommt ihr hier noch einen Extrabericht.

So haben wir also noch mal das sensationelle Wetter ausgenutzt und sind heute morgen um 10 Uhr in Overath gestartet. Mein Mann hat die Tour während meines Reiterurlaubs, ja ab und zu muss ich auch mal auf ein PS umsteigen, ausgetüftelt und wir sind sie gestern schon mal abgefahren. Herrlich, kaum Verkehr auf den Straßen und die anderen Mopeds sind auch noch nicht unterwegs und so haben wir die Straßen für uns.

Wir sind an Seelscheid vorbei, über Hildesheim nach Schönenberg zur Futterkrippe gefahren und haben nach einer Stunde Fahrt eine Kaffeepause gemacht.

Unser Dieter, schon bekannt aus den anderen Touren hat sich mangels Sonnenstühle direkt auf dem Asphalt gesonnt.

Es ging nur über kleine Dörfchen weiter nach Dattenfeld. Dort haben wir Mittag bei Bikers Rast gemacht. Schade nur, daß man dort nicht auf so viele Motorradfahrer eingerichtet war, denn wir mussten über 1 1/2 Std. zum Teil aufs Essen warten.

Im Anschluss ging es zum Verdauen lange schnelle Kurven in Richtung Eitorf und dann über Neunkirchen – Seelscheid die B 507 Richtung Lohmar runter, wo wir dann für dieses Jahr Schluss gemacht haben.

Es haben sich alle gefreut und waren zufrieden mit uns. Es war eine tolle Abschlusstour.

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